Vom Filament bis zur fertigen Mutter

In der Alte Feuerwache Bokel wurde es am 25. April technisch: Das Repair Café des Bürgervereins hatte zu einem Workshop rund um das Thema 3D-Druck eingeladen – und das Interesse war groß. Insgesamt 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich gemeinsam mit Referent Sven van Beckum von der Firma 3D Partner einen Einblick in die Welt der 3D-Drucker zu verschaffen.

Möglich gemacht wurde der kostenfreie Workshop durch die Förderung des Bundesumweltministeriums im Rahmen des Programms „Reparieren statt Wegwerfen“. Und genau darum ging es an vielen Stellen auch: Wie kann moderne Technik dabei helfen, Dinge länger zu nutzen, Ersatzteile selbst herzustellen und nicht gleich alles wegzuwerfen?

Sven van Beckum erklärte zunächst die Grundlagen des 3D-Drucks, stellte verschiedene Materialien („Filamente“) vor und gab einen Überblick über die benötigte Software. Dabei wurde schnell klar: 3D-Druck ist längst nicht mehr nur etwas für Techniklabore oder große Firmen – viele Anwendungen lassen sich inzwischen auch zuhause umsetzen.

Natürlich blieb es nicht bei der Theorie. Im Praxisteil kamen gleich zwei Drucker zum Einsatz: ein moderner Bambu Lab P2S mit AMS, bei dem bis zu vier Materialspulen gleichzeitig genutzt werden können, sowie ein Creality Ender 3 S1. Besonders spannend war für viele Teilnehmende zu sehen, wie aus digitalen Daten nach und nach ein echtes Bauteil entsteht.

Gedruckt wurde unter anderem eine Mutter – was erst einmal unspektakulär klingt, aber eindrucksvoll zeigte, wie präzise die Geräte inzwischen arbeiten können.

Zwischendurch wurde bei einem leckeren Chili gemeinsam gegessen – vielen Dank an Michael fürs Kochen! Außerdem wurde reichlich gefachsimpelt, diskutiert und gefragt.

Am Ende blieb der Eindruck: 3D-Druck ist faszinierend, praktisch – und vielleicht auch ein kleiner Baustein gegen die Wegwerfgesellschaft. Und ganz nebenbei hat der Nachmittag wieder gezeigt, wie schön gemeinsames Lernen in Bokel funktionieren kann.

Dem Blogartikel haben wir außerdem wieder eine kleine Fotostrecke angehängt – für alle, die den Nachmittag noch einmal Revue passieren lassen oder einen Blick auf Drucker, Filamente und die frisch gedruckte Mutter werfen möchten.