Wenn der Bürgerverein Bokel zur Mitgliederversammlung ruft, dann weiß man: Es wird nicht nur trocken protokolliert – es wird auch ein Stück Bokeler Leben verhandelt.
Rund 25 Mitglieder und einige Gäste fanden sich am 26. Februar ein, um gemeinsam auf das vergangene Jahr zu schauen. Und das konnte sich sehen lassen: 21 Veranstaltungen, ein finanzielles Plus und weiterhin stabile Mitgliederzahlen.
Besonders schön: Bokel bleibt ein Ort, an dem Engagement sichtbar wird. Mit der „Bokeler Buche“ wurde in diesem Jahr niemand Geringeres als Ortsheimatpfleger Peter Krebsfänger geehrt, der vermutlich mehr Bokeler Geschichte kennt als Google.
Und auch das Dorffest-Orga-Team wurde gefeiert – völlig zu Recht, denn wer schon mal versucht hat, ein Dorffest zu organisieren, weiß: Das ist kein Hobby, das ist ein Extremsport.
Und dann zeigt sich die ganze Vielfalt des Vereins:
Das Siehste-Kino bringt regelmäßig Filmabende ins Dorf, die BücherBox sorgt für Lesestoff im Umlauf, und beim Boule wird nicht nur gespielt, sondern auch geschnackt. Das Bingo lockt Gäste aus der Umgebung an, während das Repair Café mit erstaunlicher Trefferquote defekte Geräte wieder flottmacht.
Kulinarisch wurde es beim Schlemmerfrühstück, musikalisch bei den Veranstaltungen der Musik-Gruppe – ergänzt durch ein gut besuchtes Kneipenquiz. Das Osterfeuer wurde gemeinsam mit der Feuerwehr gestemmt, und im Blog werden all diese Aktivitäten festgehalten und angekündigt.
Wer es gesellig mag, ist bei Spielen und Klönen gut aufgehoben, während die Billerbeckranger draußen am Hügel und am Waldsofa für Ordnung sorgen. Der neue Spiele-Treff nimmt Fahrt auf und entwickelt sich bereits zu einem festen Termin im Kalender. Und auch die Ortsheimatpflege trägt dazu bei, Geschichte sichtbar und erlebbar zu machen.
Auch neue Ideen sprießen: Ein Spiele-Treff geht an den Start, ein kleines Kinoformat ist geplant, und irgendwo zwischen all den Themen schwebt weiterhin der große Traum eines Dorfgemeinschaftshauses.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Der Preussenhof fällt vorerst als Veranstaltungsort aus, und auch das Dorfmuseum sucht ein neues Zuhause. Aber vielleicht ist genau das der Anstoß für neue Ideen – und vielleicht sogar für den nächsten großen Schritt im Dorfleben. Ein Thor, wer jetzt “Dorfgemeinschaftshaus” denkt 😉
Zum Schluss bleibt das Gefühl: Bokel ist lebendig, engagiert und manchmal auch ein bisschen verrückt – im besten Sinne. Und wer bei so einer Versammlung dabei ist, merkt schnell: Hier wird nicht nur geredet. Hier wird gemacht.
Wir möchten Euch ein paar Fotos zeigen wie gut die Stimmung war.
