Das Repair-Café Bokel zum Jahresfinale

Am 2. November 2025 war es wieder so weit: Das letzte Repair-Café des Jahres öffnete seine Werkzeugkisten – diesmal in ganz neuer Gesellschaft. Zum ersten Mal durften wir nämlich als Nachbarn einer fröhlichen Spielzeugtauschbörse im Hort der Grundschule Bokel auftreten.

Während draußen der Herbst den Regen probte, herrschte drinnen geschäftiges Treiben wie in einer Mischung aus Werkstatt, Basar und Kaffeeklatsch.

Klein gegen Groß – und alle tauschen irgendwas

Im Flur hatte Frau Melanie Behnken mit großer Sorgfalt eine Spielzeuglandschaft aufgebaut, die jedem Kinderzimmer Konkurrenz machte. Kinder zwischen 3 und 12 Jahren brachten sauberes, gut erhaltenes Spielzeug mit – und verließen den Hort mit neuen Schätzen und einem breiten Grinsen. Bis zu fünf Spielzeuge durften abgegeben und wieder mitgenommen werden.

Bereits kurze Zeit nach der Öffnung stromerten die ersten Kinder neugierig um die Tische und nahmen jedes Spielzeug kritisch unter die Lupe. Nachhaltigkeit hat selten so süß ausgesehen.

Währenddessen in der Werkstatt…

Parallel dazu trafen nach und nach die Erwachsenen aus Bokel und den umliegenden Gemeinden ein – von Sandstedt über Lunestedt bis hin zu Hagen, Beverstedt und Driftsethe war alles vertreten. Im Gepäck hatten sie eine bunte Auswahl an reparaturbedürftigen Schätzen: Lampen, Staubsauger, Radios, Fahrräder, eine nostalgische Wandlampe, eine Astschere und gleich mehrere Kaffeemaschinen, die offenbar dringend auf ihren „Wiederbelebungskaffee“ hofften.

Sogar ein Vertikutierer feierte seinen großen Auftritt – wahrscheinlich der einzige im ganzen November, der nicht im Schuppen festsaß.

Und während die Schrauber*innen rotierten, war auch unsere Nähmaschinen-Expertin im Dauereinsatz. Sogar eine Arbeitshose wurden im Akkord operiert.

Internationaler Ruhm – oder: Grüße nach Skagen 🇩🇰

Bei Kaffee und Kuchen entwickelte sich wie immer der gemütliche Plausch – und da kam etwas Überraschendes ans Licht: Das Repair-Café Bokel hat offenbar Fans in Dänemark. Ein Beverstedter Ehepaar wurde nämlich von seinem Sohn, der in Skagen lebt, auf unsere Initiative aufmerksam gemacht.
Wir sagen: Mange tak! Und falls in Skagen mal eine Kaffeemaschine muckt – wir schicken gerne Know-how per Postkarte.

Zahlen, Daten, Schrauben

Insgesamt wurden 24 defekte Gegenstände abgegeben. Davon konnten 16 erfolgreich repariert werden – also eine Reparaturquote, auf die selbst manche Autowerkstatt neidisch wäre. Die restlichen 8 waren technisch leider nicht mehr zu retten. Manche Dinge wollen einfach in Frieden ruhen. Wir akzeptieren das mit Würde.

Das Team – unsere Superhelden in Alltagskleidung

Repariert wurde wieder von einem bewährten Dream-Team:

Michael Burchert, Rainer Graupner, Heidi Drews, Martin Windhorst, Michael Korsen, Sergej Tereschuk und Klaus Hinze

Für Organisation, Reparaturannahme und die lebenswichtige Bewirtung sorgten: Horst und Heike Niemeyer – die wahren Hüter der Kaffeemaschine.

Ein großes Dankeschön geht außerdem an die Kuchenspenderinnen: Marianne Krebsfänger, Karin Diekmann-Wellbrock und Heike Niemeyer.

Ihr Kuchen war – wie immer – schneller weg als jeder Akkuschrauber drehen kann 🙂

Und weil es so schön war hier noch eine kleine Fotostrecke 🙂